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Wie man dank Primär- und Rezenzeffekt bessere Vorträge hält

Nach ihrem Vortrag wird ihnen Applaudiert, anschliessende Fragen können sie selbstsicher beantworten und im  Nachhinein bedanken sich einige Kollegen für ihre lehrreichen Ausführungen. Eine Situation, die für viele geschulte Vortragende alltäglich ist. Vor allem Professoren der Sozialwissenschaften zeichnen sich meist durch gute Vorlesungen beziehungsweise Vorträge aus, denn sie beschäftigen sich ja auch von Berufes wegen mit der Menschlichen Kommunikation und Interaktion.

Nehmen wir mal an, sie müssten einen Vortrag über “Pathogene Pilze im Sand” halten. Es ist nun zusätzlich schwierig einen positiven Eindruck zu hinterlassen, bei einem negativ Thema wie diesen krank machenden Pilzen.

Der Primacy-Effekt beschreibt nun die Tendenz, dass Informationen, die früher dargeboten werden, bei der sozialen Wahrnehmung und Interpretation einen stärkeren Einfluss haben. Alltagspsychologisch ausgedrückt:”Der erste Eindruck zählt”.

Diesen Primacy-Effekt können wir nun nutzen um das doch eher negative Thema anfangs positiv zu akzentuieren. Beispielsweise beginnen wir den Vortrag mit einem sehr positiven Bild.

Sehr geehrte Damen und Herren. Nehmen sie sich kurz Zeit und stellen Sie sich vor sie lägen an einem schönen Sandstrand im Urlaub und geniessen die warme Sonne. (Kurze Pause) Der Sand ist nicht nur zu ihrer Erholung da sondern ist auch ein Lebensraum für viele Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen …

Der Vortrag beginnt also mit einer positiven Erfahrung. Der ganze Vortrag und damit auch ihre Person wird danach automatisch viel positiver empfunden.

Der Recency-Effekt beschreibt die Tendenz, dass Informationen die später dargeboten werden, bei der sozialen Wahrnehmung und Interpretation einen stärkeren Einfluss haben.

Da die Referate in der Regel ein wenig Zeit in Anspruch nehmen kann es vorkommen, dass diese positive Prägung verblasst. Diese gilt es nun aufzufrischen. Das Letzte, das ein Zuhörer mitbekommt soll also einen positiv Eindruck hinterlassen. Beispielsweise schliessen sie den Vortrag wiederum mit einem positiven Eindruck ab.

… Eine regelmässige labortechnische Kontrolle von Sand ist in gewissen Gegenden unerlässlich. So wird beispielsweise gewährleistet, dass ein Kind unbekümmert und voller Freude im Sandkasten herumtoben kann. Besten Dank für ihre Aufmerksamkeit….

Der Inhalt des negativen Themas wird am Ende wieder mit einem positiven Bild abgeschlossen ohne dabei den Inhalt zu verzerren.

Es lohnt sich am Abend vor dem Vortrag in entspannter Atmosphäre, vielleicht mit einem guten Glas Wein, sich zu überlegen was für positive Eindrücke mit dem Kontext verwoben werden können.

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