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	<title>Braindump &#187; Herz-OP</title>
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	<description>(engl.; deutsch: Hirnauszug, „Gedächtnisprotokoll“, „das was hängengeblieben ist“)</description>
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		<title>René Prêtre &#8211; Schweizer des Jahres 2009</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 12:56:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Graf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herz-OP]]></category>

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		<description><![CDATA[Für das Jahr 2009 wurde René Prêtre zum Schweizer des Jahres ernannt. Von ihm wurde ich im April 2009 &#8220;geflickt&#8221; und somit ist er einer meiner Lebensretter. Lustig fand ich, dass er nicht persönlich anwesend war sondern sich aus einem Afrikanischen Operationssaal bedankte. Er hat einfach besseres zu tun als sich unter die Schweizer Servalat-Prominenz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für das Jahr 2009 wurde René Prêtre zum Schweizer des Jahres ernannt. Von ihm wurde ich im April 2009 &#8220;geflickt&#8221; und somit ist er  einer meiner Lebensretter. Lustig fand ich, dass er nicht persönlich anwesend war sondern sich aus einem Afrikanischen Operationssaal bedankte. Er hat einfach besseres zu tun als sich unter die Schweizer Servalat-Prominenz zu mischen.<br />
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<p>Was andere Blogger meinen:</p>
<p><a href="http://knill.blogspot.com/2010/01/swiss-award-rene-pretre-ist-schweizer.html" target="_blank">Über Rhetorik</a></p>
<p><a href="http://www.dschwerzmann.ch/wordpress/index.php/2010/01/around-the-world/" target="_blank">Über Künstlerische Freiheit</a></p>
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		<title>Der Alltag nach der Herz-Operation beginnt langsam</title>
		<link>http://www.braindump.ch/2009/05/15/der-alltag-nach-der-herz-operation-beginnt-langsam/</link>
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		<pubDate>Fri, 15 May 2009 16:46:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Graf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herz-OP]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Herz-OP ist nun genau einen Monat her und ich bin seit drei Tagen zuhause und besuche wieder die Vorlesungen. Die Reha in Gais half mir wieder in Form zu kommen und so konnte ich drei Wochen nach der OP auf dem Belastungs-EKG eine Leistung bringen, die fast so gut war wie vor der OP, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Herz-OP ist nun genau einen Monat her und ich bin seit drei Tagen zuhause und besuche wieder die Vorlesungen. Die Reha in Gais half mir wieder in Form zu kommen und so konnte ich drei Wochen nach der OP auf dem Belastungs-EKG eine Leistung bringen, die fast so gut war wie vor der OP, nämlich 63%. Für mich ist das Ganze noch irgendwie surreal, doch nach dem mir jeder Arzt bestätigte, dass alles in Ordnung sei, kann ich mich damit abfinden, ein erlösendes Glücksgefühl der Erleichterung blieb jedoch aus. Eine gewisse Skepsis wird bleiben und schlummert in jedem, der eine solchen Eingriff hinter sich brachte.</p>
<p>Anfangs war es jedoch noch anstrengend den Alltag zu bewältigen. In der Rehabilitationsphase wird einem alles abgenommen. Man kriegt gesunde und feine Nahrung vorgesetzt, das Zimmer wird geputzt wie in einem Hotel und eigentlich geht man nur drei bis vier mal pro Tag irgendwelchen sportlichen Aktivitäten nach. Dass es da auf einmal anstrengend wird, wenn man selber kochen und das Bett machen muss, ist verständlich, zumal auch neue Bewegungen hinzukommen, die den Brustkorb belasten. So verpasste ich die Clanx-Party und lag abends halb schlafend im Bett, obwohl ich mir fest vorgenommen hatte dort hin zu gehen.</p>
<p>Das Training muss weiter gehen und so wurde ich auch auf das Leben nach der Reha entsprechend vorbereitet. Da ich Student bin hab ich das Glück, via ASVZ, gratis Trainingsgeräte und Fitnessraum zu nutzen. Dort treibe ich mich, wenn auch manchmal wiederwillig, vier mal pro Woche rum. Wenn ich zur ETH gehe muss ich am Unispital vorbei, wo ich ja operiert wurde. Der Gang in den Folterkeller fällt deswegen halb so schwer, denn lieber schwitze ich mir das T-Shirt voll als nochmals auf der anderen Strassenseite, im Unispital, zu landen.</p>
<p>Ich kann also all jenen, die eine solche Operation noch vor sich haben nur Mut machen. Das Leben wird weitergehen. Zwar spüre ich noch wie es in der Brustmuskulatur noch zwickt und zwackt, auch die Bewegungsfreiheit ist noch eingeschränkt, aber ich habe keine Schmerzen mehr. Für drei Monate muss ich noch Marcoumar nehmen, ein Medikament welches die Blutgerinnung senkt. Leider herrscht dort noch ein ziemlicher Hick-Hack, so dass die Werte hoch und runter gehen. Selbst einen Monat nach der OP konnten die Ärzte die Dosierung noch nicht einstellen, was für mich aber ein kleines Übel darstellt, wenn man bedenkt, dass ich das Zeugs wahrscheinlich sowieso nur noch zwei Monate nehmen muss.</p>
<p>Auch habe ich viele neue Erfahrungen gesammelt, Gute wie auch Schlechte. Und wie so viele Ereignisse hat auch dies mich geprägt. So bin ich doch viel ruhiger geworden und sehe den Dingen gelassener entgegen. Dinge die mich vorher verägert oder genervt haben nehm ich gar nicht mehr wahr und wenn dann ist es mir egal.</p>
<p><img src="http://blog.markusgraf.ch/wp-content/gais_relax.jpg" alt="" title="gais_relax" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-286" /></p>
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		<title>Rehabilitation in Gais &#8211; Sonne, Sommer, Sonnenschein!</title>
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		<pubDate>Fri, 01 May 2009 19:28:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Graf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herz-OP]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun sitze ich in meine Zimmer, diesen Bericht schreibend, und kann dabei die grandiose Aussicht auf den Alpstein geniessen. Ende gut, alles Gut, so könnte man diesen Zustand sehr gut beschreiben. Meine Eltern fuhren mich vom Universitätsspital in die Klinik Gais und da warf ich mich nach einem gediegnen Essen im Bistro zuerst mal ins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun sitze ich in meine Zimmer, diesen Bericht schreibend, und kann dabei die grandiose Aussicht auf den Alpstein geniessen. Ende gut, alles Gut, so könnte man diesen Zustand sehr gut beschreiben. Meine Eltern fuhren mich vom Universitätsspital in die Klinik Gais und da warf ich mich nach einem gediegnen Essen im Bistro zuerst mal ins Bett. Mir war immer noch schwindlig und der Brustraum zog und spannte. Aber die Atmosphäre, das schöne Wetter, die frische Luft und die Stille liessen jeden Schmerz schnell vergehen.</p>
<p><a href='http://blog.markusgraf.ch/wp-content/dsc00343.jpg'><img src="http://blog.markusgraf.ch/wp-content/dsc00343-300x225.jpg" alt="" title="dsc00343" width="400"  class="alignnone size-medium wp-image-282" /></a></p>
<p>Am folgenden Tag startete das Programm mit Übungen und Terminen aller Art. Arztbesuche, Entspannung, Ergo-Training und Muskelaufbau stand auf dem Programm. Dazu gibt es immer wieder genug Zeit zur Erholung. Da ich noch auf der Überwachungsstation lag, musste ich dreimal am Tag Blutdruck messen und ab und zu wurde Blut genommen um die Blutgerinnung auf den richtige Wert zu bringen, schliesslich brauche ich die ersten drei Monate noch Marcoumar, ein Gerinnungshemmer. Mit der Zeit konnte ich dann auch endlich wieder durchschlafen und brauchte keine Schmerzmittel mehr. Nach etwa vier Tagen war auch das Treppensteigen nicht mehr so anstrengend und ich hab mir angewöhnt immer die Treppe zu nehmen. Am Wochenende, also nach fünf Tagen besuchte mich dann auch meine Traumfrau und ich beschloss ein wenig den Berg hinauf zu gehen und dabei zu schauen, wie viel ich schon mag. Wir staunten nicht schlecht, als wir nach gut anderthalb Stunden auf dem unteren Gäbris standen. Der Retourweg war zwar eine Qual aber interessanterweise funktioniert alles noch. Nach einer Woche kam ich von Gruppe 5, welche aus noch nicht so fiten Patienten besteht in die Gruppe 3, die auch längere Spaziergänge und Wanderungen unternahmen. Da machte ich mich nun zum ersten mal mit Nordic-Walking zum Affen. Schön war zu sehen, wie jeden Tag irgendwelche Beschwerden verschwanden und neue Beweglichkeit und Leistung zu Tage kam. Es machte Spass sich so zu bewegen und auch wenn man in gewissen Sachen etwas eingeschränkt war, hatte ich nach jedem Training ein gutes Gefühl, was sich auch auf die Psyche positiv auswirkte. Und nach dieser Unbeweglichkeit und den ja schon fast traumatisierenden Erlebnissen im Unispital machte es mir auch nichts morgens auf nüchternem Magen hinter der Klinik in kaltem Nieselregen das Morgenturnen zu absolvieren. Mittlerweile hatte ich sogar, ja man würde es kaum für möglich halten, die Möglichkeit zu einem Gespräch mit einer Psychologin. Leider kam das ein wenig spät, denn in der Zwischenzeit hat sich auch meine Psyche wieder fast erholt. Bei den meisten Patienten, die einen solchen Eingriff hatten, kommen Ängste, wie etwa alleine Spazieren gehen und auch denen muss ich mich nun noch stellen.</p>
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		<title>Der Spitalalltag und die Psyche</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 14:02:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Graf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herz-OP]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich erholte mich langsam von dem Eingriff und das Positive war, dass fast täglich ein Schlauch oder Kabel weg kam. Ich hatte drei Drainagen, einen zentralen Venenkatheter und ein Schrittmacher-Draht in den rechten Vorhof, der für den Fall der Fälle bestimmt war und ganz zum Schluss noch gezogen wurde. Schmerzen beim ziehen dieser Drainagen hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich erholte mich langsam von dem Eingriff und das Positive war, dass fast täglich ein Schlauch oder Kabel weg kam. Ich hatte drei Drainagen, einen zentralen Venenkatheter und ein Schrittmacher-Draht in den rechten Vorhof, der für den Fall der Fälle bestimmt war und ganz zum Schluss noch gezogen wurde. Schmerzen beim ziehen dieser Drainagen hatte ich nie und selten kann es zu Komplikationen kommen, lief jedoch alles wie am Schnürchen. Die Mobilität verbesserte sich mit jedem Schlauch der draussen war und das Atmen fiel auch leichter.</p>
<p><img src="http://blog.markusgraf.ch/wp-content/407.jpg" alt="Krankenhausalltag" /></p>
<p>Am ersten Tag lag ich eigentlich nur herum und hoffte, dass der Tag schnell vorbei ging. Bereits am zweiten Tag wurde ich ein wenig mobilisiert. Mit dem entfernen des Urinkatheters konnte ich nun auch wieder selbst auf die Toilette. Zwar war das jeweils eine grosse Anstrengung, doch wusste ich genau, dass man nur mit einer zügigen Mobilisierung genesen kann. Die ersten Ausflüge waren dann auch immer noch begleitet und ich hatte eigentlich keine Lust die Abteilung zu verlassen. Am Schluss, nach fünf Tagen, gelang mir dann der Gang zur Cafeteria. Doch die Menschenmassen überforderten mich. Narkose und Medikamente hatten ihre Wirkung. Ich konnte mich nur schlecht konzentrieren. Gelesen hab ich nie was, obwohl ich es einige male versuchte. Ausserdem war mir eine Woche lang schwindelig, so dass es mir vorkam, als gleite ich durch die Gegend.</p>
<p>Da ich eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sternotomie">Sternotomie </a> hatte, also das Brustbein aufgesägt und die Rippen gespreizt wurden, hab ich nun eine ca. 20 cm lange Narbe, was mir das Freibad in diesem Sommer versaute. Schmerzen hatte ich selten und der Körper meldet meist wenn man eine falsche Bewegung ausführt bevor der richtige Schmerz kommt. Man kann sehr leicht seitlich aus dem Bett rollen und auch das Hochheben schwerere Sachen ist meist kein Problem, beispielsweise eine 2 Liter Flasche heben und das Glas füllen, mehr als 10 Kilogramm sollten es denn aber nicht sein. Ruckartige Bewegungen sollte man jedoch unterlassen. Tischfussball wird man nicht spielen, obwohl dort ja „nur“ die Unterarme und Hände benötigt werden. Interessanterweise konnte ich jedoch kurz nach dem Verlassen des Spitals bereits wieder Billard spielen. Eine Ruckartige Bewegung stellt auch das schliessen von Türen dar, insbesondere wenn man sie noch versucht zu stoppen. Auch immer ein Thema sind Verspannungen. Ich hatte auch schnell Verspannungen in Rücken und Nacken, wenn ich beispielsweise auf dem Bettrand sass. Da half am besten eine Massage. Die Wunde verheilte sehr schnell und vor allem nach dem Entfernen von Drainagen wird der Verband gewechselt. Hier ist zu empfehlen die Wundheilung selber ein wenig zu beobachten. Mir passierte es nämlich, dass ein teil der Wunde leicht nachblutete. Ich hab dann die Schwester gebeten den Verband nochmals neu zu machen und damit war das Problem behoben. Wer aber nicht sofort reagiert riskiert Wundheilungsstörungen oder sogar eine Sepsis.</p>
<p><img src="http://img.chefkoch.de/ck.de/rezepte/32/32755/145982-big-schmalzfleisch-vom-schwein.jpg" alt="Kulinarisches" /></p>
<p>Zu Essen gab es meist eine Vollkost, doch hatte ich keinen Appetit. Dazu kam, dass das Essen durch die Medikamente nicht mehr so appetitlich war. Doch das Unispital bemühte sich jeweils ein gutes Menü zu kochen. Mein Problem war jedoch dass die Herren der Küche, wahrscheinlich in einem wahren Übereifer, gutes Essen und gesunde Kost automatisch mit Exotischem assoziierten. Der Menüplan sah aus als hätten sie ihn einem Starkoch abgeschaut, der eine Jury beeindrucken wollte. Die Französischen Ausdrücke trieben sogar den angestellten Schweissperlen ins Gesicht, sobald sie diese den Patienten vorlesen mussten. Für mich wäre eine halbe Portion Schweizer Alltagskost das Richtige gewesen.</p>
<p>Doch das Schlimmste in der Zeit auf der Station war meine Psychische Verfassung. Ich hatte nie Probleme mit der Psyche doch nach der Operation fiel ich in ein Loch. Ich war matt und antriebslos. Alles war mir egal und selbst meine Traumfrau musste von sich aus kommen da ich sie eine Zeit lang einfach nicht bitten konnte zu kommen. Warum weiss ich auch nicht, doch ich schätze, dass ich einer Depression nahe war. Auch das Personal merkte das. Sie sagten später, dass sie die depressive Stimmung bei mir beobachtet hätten, die Ressourcen, einen Psychologischen Dienst, hätten sie auch gehabt aber die meisten Patienten seien so kurz bei ihnen, dass sie nichts unternähmen.</p>
<p>Dies werden nun sicherlich einige lesen, die selber eine solche Operation vor sich haben. Ich kann nur sagen, dass es vorbei geht und man sich den Schmerzmitteln nicht in den Weg stellen soll. Andererseits war es für mich auch wichtig diese dann kontinuierlich ab zu bauen, da ich Medikamente kritisch gegenüber stehe. Ich hatte dabei sogar Entzugserscheinungen, die wahrscheinlich vom Morphin kamen. Zu beachten ist die Psyche. Ich hatte das Glück, dass meine Traumfrau sowieso immer in der Gegend war und genügend Zeit mit mir verbringen konnte, auch wenn ich nicht sonderlich darauf reagiert habe. Wahrscheinlich ist es aber genau das gewesen, was mich vor einer Depression rettete. Wichtig ist also vor allem auch das seelische Heil und hier würde ich nächstes Mal schneller reagieren und Hilfe suchen. Sobald man das Krankenhaus zwecks Rehabilitation verlässt geht es einem schnell besser, aber dazu mehr in einem nächsten Bericht.</p>
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		<title>Der Tag der Operation</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 14:04:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Graf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herz-OP]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschlafen hatte ich kaum und ich musste mich wohl daran gewöhnen, dass der Spital-Alltag morgens um sechs beginnt. Ich konnte mir also genüsslich die Zeit mit dem Kinderprogramm auf dem Mini-TV totschlagen. Die Operation war auf Mittag geplant und meine Traumfrau kam dann um noch ein wenig Zeit mit mir zu verbringen. Ich war auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geschlafen hatte ich kaum und ich musste mich wohl daran gewöhnen, dass der Spital-Alltag morgens um sechs beginnt. Ich konnte mir also genüsslich die Zeit mit dem Kinderprogramm auf dem Mini-TV totschlagen. Die Operation war auf Mittag geplant und meine Traumfrau kam dann um noch ein wenig Zeit mit mir zu verbringen. Ich war auch froh um ihre Gesellschaft, denn der Termin verschob sich immer wieder wegen Notfällen nach hinten. Ich wusste, dass ich eine Stunde vor Beginn die sogenannte Leck-Mir-Pille bekam. Um 15 Uhr ging die Tür auf und die Schwester kam mit der Pille und den Worten, dass es gleich los gehe. Das wollte ich eigentlich vermeiden, da ich die Vorbereitungen nicht erleben wollte, was ich wiederholt zum Ausdruck brachte. Doch es half nichts und so schluckte ich die Pille. Richtung OP rollend verabschiedete ich mich herzhaft von meiner Traumfrau und wenn ich daran denke schnürt es mir noch jetzt die Kehle zu, denn mir war klar, dass in zwei von Hundert fällen nun definitiv Schluss war. In den Vorbereitungsraum begleitete mich eine Krankenschwester, die mir noch ein wenig Mut zusprach.</p>
<p><img src="http://blog.markusgraf.ch/wp-content/herz_op_dw_nrw_jena_165787g.jpg" alt="" title="herz_op_dw_nrw_jena_165787g" width="400" class="alignnone size-medium wp-image-278" /></p>
<p>Ich erwachte schliesslich auf der Intensivstation am anderen Morgen. Es war ein grosser Raum in dem jeder Patient von einem Pfleger betreut wurde. Ich mag mich noch erinnern, dass ich grüne Galle gespuckt habe und den Pfleger damit zum Kleiderwechsel zwang. Auch wurde mir die Nasensonde gezogen und eine weitere Drainage gelegt, da ich noch Wasser auf der Lunge hatte. Die Betreuung war sehr professionell und ich fühlte mich sehr wohl. Auch kam Professor Prêtre, mein Operateur noch persönlich vorbei, doch an die Details kann ich mich nicht mehr erinnern. Zwar reagiert jeder etwas anders auf das Umfeld, doch kann ich nur Gutes berichten und viel weiss man danach sowieso nicht mehr. Es war mir auch egal, eine Grundstimmung die noch einige Tage anhielt. Schmerzen hatte ich glücklicherweise keine und so wurde ich wieder auf die normale Station gebracht.</p>
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