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	<title>Braindump &#187; studie</title>
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	<description>(engl.; deutsch: Hirnauszug, „Gedächtnisprotokoll“, „das was hängengeblieben ist“)</description>
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		<title>Rausch 2.0 – Virtuelle Drogen</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 18:55:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Graf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Braindump]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Skurriles]]></category>
		<category><![CDATA[binaural beats]]></category>
		<category><![CDATA[drogen]]></category>
		<category><![CDATA[neurologie]]></category>
		<category><![CDATA[studie]]></category>

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		<description><![CDATA[Im anarchischen Cyberspace findet man ziemlich alles, was es im echten Leben auch gibt. Neu auch Drogen, dies behauptet zumindest eine Firma namens I-Doser, die digitale Portionen von stereophonen Beats als virtuelle Drogen vertreibt. Jedem rational denkenden Menschen läuten die Alarmglocken bei der Schlagzeile &#8220;Drogen aus dem Kopfhörer&#8221;. Die Story wurde von unserem geliebten Gratisblatt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.braindump.ch/wp-content/uploads/2010/07/pete-doherty-jail2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-827" title="pete-doherty-jail2" src="http://www.braindump.ch/wp-content/uploads/2010/07/pete-doherty-jail2-252x300.jpg" alt="" width="252" height="300" /></a>Im anarchischen Cyberspace findet man ziemlich alles, was es im echten Leben auch gibt. Neu auch Drogen, dies behauptet zumindest eine Firma namens I-Doser, die digitale Portionen von stereophonen Beats als virtuelle Drogen vertreibt.</p>
<p>Jedem rational denkenden Menschen läuten die Alarmglocken bei der Schlagzeile <a href="http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/21450176" target="_blank">&#8220;Drogen aus dem Kopfhörer&#8221;</a>. Die Story wurde von unserem geliebten Gratisblatt reisserisch an die Öffentlichkeit gebracht. Mein Interesse war geweckt. Was steckt wirklich hinter virtuellen Drogen? Funktioniert es oder ist es wirklich nur ein Placebo-Effekt aller erster Güte?</p>
<p><strong>Die Theorie<br />
</strong></p>
<blockquote><p>Physikalisch gesehen handelt es sich bei <strong>binauralen Beats</strong> um eine Form der Schwebung. Erklingen zwei Töne, deren Frequenzen sich nur wenig voneinander unterscheiden, so ist nicht ein einzelner, anhaltender Ton zu hören, sondern ein pulsierender Ton (Beat), der in gleichmäßigen Abständen die Lautstärke moduliert.</p>
<p>Binaurale Beats haben die Besonderheit, dass die resultierende Frequenz im Gehirn entsteht. Werden zwei geringfügig unterschiedliche Frequenzen getrennt über Stereokopfhörer gehört, wird im Gehirn eine dritte Frequenz wahrgenommen, die der Differenz der ursprünglichen Frequenzen entspricht.</p>
<p>Beispiel: Hört man auf dem linken Ohr eine Frequenz von 440 Hz und auf dem rechten Ohr eine Frequenz von 430 Hz, wird im Hirn eine Frequenz von 10 Hz erzeugt. Da es sich um eine Schwebung handelt, entsteht ein pulsierender bzw. linear oszillierender Ton (Beat). Man nimmt an, dass dieser Ton im Stammhirn erzeugt wird, im <a title="Nucleus olivaris" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nucleus_olivaris" target="_blank">Nucleus olivaris</a> superior, wo das Zentrum für räumliches Hören liegt.</p>
<p>Um einen Beat wahrnehmen zu können, müssen die Trägerfrequenzen dabei unterhalb von 1500 Hz liegen. Der Unterschied zwischen den Frequenzen für das linke und rechte Ohr darf nicht größer sein als 30 Hz, da ansonsten zwei verschiedene Töne gehört werden.</p>
<p>Das Interesse an binauralen Beats lässt sich in zwei Kategorien einteilen. Zum einen dienen sie der Neurophysiologie zur Erforschung des Hörsinns. Ergänzend können binauralen Beats einen subtilen Einfluss auf das Gehirn haben und die Hirnwellen stimulieren, um Entspannung, Schlaf, Meditation oder Konzentration zu fördern. Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Binaurale_Beats" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Binaurale_Beats</a></p></blockquote>
<p>Werden die Töne entsprechend zusammengemixt würden verschiedene Stimmungslagen und körperliche Reaktionen erzeugt. Die Hersteller verkaufen die Audiodateien unter Namen wie Extasie, Cocaine, Marihuanna, God of Hand, Out of Body oder Orgasm. Dazu werden die verführerischen Eigenschaften beschrieben, wie die des letzt genannten:</p>
<blockquote><p>It is a feeling of intense pleasure. Contractions of muscles occur, a world of pleasures and vibrations envelope your entire body and soul, and there is a release unlike anything you have ever experienced. You shake, quiver, and a sensation unlike any other in the world happens over every inch of your pleasured body.</p></blockquote>
<p><strong>Die Anwendung</strong><br />
Die Audiodateien werden auf einem beliebigen Gerät abgespielt. Beachtet werden muss, dass Kopfhörer verwendet werden die über eine gute Stereo-Qualität verfügen, denn die Ohren werden jeweils separat angesteuert. Des Weiteren sollte jede Ablenkung durch Umgebungsgeräusche vermieden werden. Die Abspieldauer beträgt  zwischen 15 bis 50 Minuten, wobei man sich auf das Geräusch, meist ein pulsierendes Schwingen, konzentrieren muss. Nach ca. 15 Minuten soll bei den meisten Personen eine Wirkung eintreten.</p>
<p><strong>Der Selbstversuch</strong><br />
Studien konnte ich im Zusammenhang mit der berauschenden Wirkung dieser i-doser nicht finden. Also schritt ich pragmatisch zum Selbstversuch in der Annahme es handle sich um einen geschickt inszinierten Placebo-Effekt. Um dem möglichen Betrug nicht noch mehr Geld in den Rachen zu werfen verwendete ich Kopien der Audiodateien im MP3-Format. Im Internet finden sich die Dateien mit ein wenig Geduld. Die Dateien wiesen eine durschnittliche Qualität  (Bitrate &gt;= 128 kbit) auf und waren stereofon.</p>
<p>In den ersten 15 Minuten hörte ich eine leicht oszilierende Schwingung und ein Rauschen im Hintergrund. Es fiel mir oft schwer mich auf diesen Ton zu konzentrieren. Während man sich auf diesen Ton konzentiert entspannt sich der Körper in einer Medidationsübung ähnlicher Weise. Eine leichte Unruhe schob ich einer gewissen Nervosität diesem Selbstversuch zu. Im weiteren verlauf nimmt die Oszilationsfrequenz der Schwingung markant zu und die Tonhöhe variiert. Der Ton wurde immer penetranter, so dass es mir nicht mehr möglich war den Ton auszublenden. Damit einher ging auch eine körperliche Anspannung, leichte Muskelkontraktionen und eine erhöhte unregelmässige Pulsfrequenz. Nach gut 27 Minuten brach ich den Test ab, da es mir  zu unangenehm wurde.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Vorgenommen hatte ich mir die ganzen 50 Minuten durchzuhalten und erwartete von dem  nervigen Ton keine körperliche Reaktion. Ich kann damit nicht genau sagen was dahinter steckt, doch kann ich mir vorstellen, dass diese binualen Beats eine Wirkung haben, auch wenn der Grund auch nur das nervigen pulsieren liegt . Dass rythmische Musik einen Einfluss auf die Psyche hat ist bekannt und dass nervtötende Töne zu einer Anspannung führen können hat sicher jeder bereits am eigenen Leib erfahren. Interessant wird es nun dies in einem Wissenschaftlichen Kontext zu betrachten.</p>
<p>Interessant wäre zu testen in wiefern der Placebo-Effekt einen Einfluss hat. Dies könnte man einfach in einer Studie mit zwei Treatmentgruppen und zwei Kontrollgruppen herausfinden. Die Treatmentgruppen bekämen den echten &#8220;Drogen&#8221;-Sound, die Kontrollgruppen würde sich mit einer monophonen Version begnügen, die keine Wirkung hervorbringen sollte. Ein Teil der Kontroll- und Treatment-Gruppe weiss nichts von der Wirkung während ein zweiter Teil weiss, dass sie angebliche virtuelle Drogen bekommen. Als abhängige Variablen könnte das subjektive Empfinden, der Muskeltonus und die kardiovaskuläre Aktivität gemessen werden. Wenn die Wirkung dem Placebo-Effekt zugrunde liegt sollten sowohl die Probanden der Threatmentgruppe als auch die der Kontrollgruppe erhöhte aktivität zeigen, wenn ihnen gesagt wird, dass es sich um virtuelle Drogen handle. Wenn hingegen viele Probanden der Treatmengruppe und wenig der Kontrollgruppe starke körperliche Aktivitäten zeigen könnte man annehmen, dass die Wirkung tatsächlich von den Tönen hervorgebracht wird.</p>
<p>Studien zum Thema Binaural Beats:</p>
<ul>
<li>Wahbeh H, Calabrese C, Zwickey H, Zajdel D. Binaural Beat Technology in Humans: A Pilot Study to Assess Neuropsychologic, Physiologic, And Electroencephalographic Effects. <em>Journal of Alternative &amp; Complementary Medicine</em> [serial online]. March 2007;13(2):199-206. Available from: Academic Source Complete, Ipswich, MA. Accessed July 17, 2010.</li>
<li>D.W.F. Schwarz, P. Taylor, Human auditory steady state responses to binaural and monaural beats, Clinical Neurophysiology, Volume 116, Issue 3, March 2005, Pages 658-668, ISSN 1388-2457, DOI: 10.1016/j.clinph.2004.09.014. (http://www.sciencedirect.com/science/article/B6VNP-4DTKPGC-1/2/509e81fb4dc0a3bc7b623f6a76806804)</li>
<li>James D. Lane Stefan J. Kasian Justine E. Owens, Gail R. Marsh, Binaural Auditory Beats Affect Vigilance Performance and Mood, Physiology &amp; Behaviour, Volume 63, Issue 2, January 1998, Pages 249-252, ISSN 0031-9384, DOI: 10.1016/S0031-9384(97)00436-8. (http://www.sciencedirect.com/science/article/B6T0P-3RX2YHK-G/2/e2c95299b04849b42b6fb822bc24b6e4)</li>
</ul>
<p>Zum Thema gebloggt:</p>
<ul>
<li><a href="http://rebentisch.blogspot.com/2008/12/mp3-als-medium-fr-virtuelle-audiodrogen.html" target="_blank">MP3 als Medium für Virtuelle Audiodrogen?</a></li>
<li><a href="http://blog.keinzweiter.de/2010/07/14/digitale-drogen/" target="_blank">Digitale Drogen?</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Fernsehen ist tödlich</title>
		<link>http://www.braindump.ch/2010/01/21/fernsehen-ist-todlich/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 20:07:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Graf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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		<category><![CDATA[schweizer fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[statistik]]></category>
		<category><![CDATA[studie]]></category>
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		<description><![CDATA[Via PsychoLog erreichte mich gerade eine Hinweis, dass Fernsehen letale folgen haben kann. Dave Munger berichtet in seinem Beitrag über eine Studie die im American Heart Association erschienen ist und aussagt, dass der Fernsehkonsum auf Dauer tödlich enden kann beziehungsweise die Wahrscheinlichkeit des ins Grass beissen erhöht. Background Television viewing time, the predominant leisure-time sedentary [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.braindump.ch/wp-content/uploads/2010/01/sven_säge.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-666" title="sven_säge" src="http://www.braindump.ch/wp-content/uploads/2010/01/sven_säge-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a>Via <a href="http://psycholog.sulb.uni-saarland.de/2010/01/21/totet-uns-das-fernsehen/" target="_blank">PsychoLog</a> erreichte mich gerade eine Hinweis, dass Fernsehen letale folgen haben kann. <a href="http://scienceblogs.com/cognitivedaily" target="_blank">Dave Munger</a> berichtet in seinem <a href="http://scienceblogs.com/cognitivedaily/2010/01/does_tv-watching_really_kill_y.php" target="_blank">Beitrag</a> über eine <a href="http://circ.ahajournals.org/cgi/reprint/CIRCULATIONAHA.109.894824v1" target="_blank">Studie</a> die im <a href="http://www.americanheart.org/" target="_blank">American Heart Association</a> erschienen ist und aussagt, dass der Fernsehkonsum auf Dauer tödlich enden kann beziehungsweise die Wahrscheinlichkeit des ins Grass beissen erhöht.</p>
<blockquote><p><strong><em>Background </em></strong>Television viewing time, the predominant leisure-time sedentary behavior, is associated with biomarkers of cardiometabolic risk, but its relationship with mortality has not been studied. We examined the associations of prolonged television viewing time with all-cause, cardiovascular disease (CVD), cancer, and non-CVD/noncancer mortality in Australian adults.</p>
<p><strong><em>Methods and Results </em></strong>Television viewing time in relation to subsequent all-cause, CVD, and cancer mortality (median follow-up, 6.6 years) was examined among 8800 adult &gt;=25 years of age in the Australian Diabetes, Obesity and Lifestyle Study (AusDiab). During 58 087 person-years of follow-up, there were 284 deaths (87 CVD deaths, 125 cancer deaths). After adjustment for age, sex, waist circumference, and exercise, the hazard ratios for each 1-hour increment in television viewing time per day were 1.11 (95% confidence interval [CI], 1.03 to 1.20) for all-cause mortality, 1.18 (95% CI, 1.03 to 1.35) for CVD mortality, and 1.09 (95% CI, 0.96 to 1.23) for cancer mortality. Compared with a television viewing time o2 h/d, the fully adjusted hazard ratios for all-cause mortality were 1.13 (95% CI, 0.87 to 1.36) for &gt;=2 to &lt;4 h/d and 1.46 (95% CI, 1.04 to 2.05) for &gt;= 4 h/d. For CVD mortality, corresponding hazard ratios were 1.19 (95% CI, 0.72 to 1.99) and 1.80 (95% CI, 1.00 to 3.25). The associations with both cancer mortality and non-CVD/noncancer mortality were not significant.</p>
<p><strong><em>Conclusions </em></strong>Television viewing time was associated with increased risk of all-cause and CVD mortality. In addition to the promotion of exercise, chronic disease prevention strategies could focus on reducing sitting time, particularly prolonged television viewing. <strong>(<em>Circulation</em>. 2010;121:384-391.)</strong></p></blockquote>
<p>Zur allgemeinen Entwarnung sei hier noch erwähnt, dass es sich hierbei um eine Korrelationsstudie handelt, ein kausaler Zusammenhang ist zwar nicht aus zu schliessen, kann aber selbstverständlich nicht bestätigt werden. Interessant ist wieder mal zu sehen, wie lange die Leute vor dem Fernseher sitzen: 0 h/d, 2442; =&gt;1 h/d, 2528; =&gt;2 h/d, 2138; =&gt;3 h/d, 1020; =&gt;4 h/d, 407; =&gt;5 h/d, 155; and =&gt;6 h/d, 108. (n=8800). 43.5% der Leute sitzen also tatsächlich mehr als 3 Stunden vor der Glotze.</p>
<p>Dass Fernsehen,  insbesondere das Schweizer Fernsehen,  auf Dauer krank macht ist durchaus plausibel. Bleibt noch zu untersuchen wie sich das Internet und die Benutzung des Computers auf die Gesundheit auswirkt. Trotzdem danke ich dem geeigneten Leser seine Gesundheit für das Lesen dieses Beitrags geopfert zu haben.</p>
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		<item>
		<title>Warum Menschen nicht helfen &#8211; Verantwortungsdiffusion, Passivität und die Furcht vor einer Blamage</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 20:52:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Graf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[studie]]></category>

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		<description><![CDATA[Fühlen sie sich wohl wenn sie einige Leute um sich haben? Denken sie oft, dass ihnen schon geholfen wird, wenn sie sich vor etwas oder jemand ängstigen, weil sie sich extra in die Umgebung von Menschen begeben haben? Dann ist ihnen eine grobe Fehleinschätzung unterlaufen. Das umgekehrte ist der Fall. Warum hilft niemand? Weshalb stehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fühlen sie sich wohl wenn sie einige Leute um sich haben? Denken sie oft, dass ihnen schon geholfen wird, wenn sie sich vor etwas oder jemand ängstigen, weil sie sich extra in die Umgebung von Menschen begeben haben? Dann ist ihnen eine grobe Fehleinschätzung unterlaufen. Das umgekehrte ist der Fall.</p>
<p>Warum hilft niemand? Weshalb stehen alle nur scheinbar apathisch da? Eine Erfahrung beziehungsweise Einsicht, die keinem Opfer zu wünschen ist, doch ist dieses Verhalten eine traurige Realität, die ich selbst schon des öfteren beobachten musste. Glücklicherweise hatte ich noch nie die Rolle des Opfers inne.</p>
<p>Drei Gründe sind zu nennen, warum Menschen anderen Menschen in einer Notsituation nicht helfen:</p>
<ol>
<li>Bei der Verantwortungsdiffusion verteilt sich die Verantwortung einzugreifen auf alle Beobachtenden. Je mehr Personen einem Ereignis beistehen, desto weniger fühlt sich jeder einzelne verantwortlich einzugreifen.</li>
<li>Notsituationen sind einzigartige Vorfälle in denen Beistehende versuchen herauszufinden was zu tun ist. Wird keine schnelle Antwort gefunden werden sie unbeabsichtigt passiv. Daraus resultiert, dass viele die Aussage machen, es sei gar nichts geschehen. Kommt dann auch noch ein unterbewusstes tiefes Bedauern der Passivität hinzu, kann es zum kompletten Vergessen des Ereignisses kommen. Oft wird berichtet nichts gesehen zu haben, obschon das Gegenteil der Fall ist.</li>
<li>Auch kann es sein, dass die Situation nicht eindeutig ist und nicht eingeschritten wird, weil die Angst vorherrscht sich bei einer Fehleinschätzung zu blamieren.</li>
</ol>
<p>Doch gibt es auch verstärkende Effekte, wenn beispielsweise die Beobachter in Zeitnot sind. Eine Gruppe Theologiestudierenden besprach das Gleichnis vom barmherzigen Samariter und danach wurde ihnen gesagt sie seien für den nächsten Termin in einem anderen Gebäude bereits spät dran. Auf dem Weg dorthin liefen 70% dieser, mit Barmherzigkeit prall gefüllten Theologiestudenten, an einem gestürzten, wahrscheinlich bewusstlosen Opfer vorbei. Lediglich 30% nahmen es in kauf zu spät zu kommen um dieser Person zu helfen. Dieses Experiment von Darley  und Batson im Jahre 1973 macht deutlich, dass das Leisten von Hilfe keine Selbstverständlichkeit ist.</p>
<p>Doch da sie, verehrter Leser, von der Problematik nun wissen, werden sie selbst besser Reagieren. Eine Studie von Beaman, Barnes, Klentz und McQuirk zeigte im Jahre 1978, dass Personen die mit dieser Problematik konfrontiert wurden danach eher halfen.</p>
<p>Eindrucksvolle Szenen:<br />
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		<item>
		<title>Wirksamkeit der Online-Therapie von Depressionen, eine Studie</title>
		<link>http://www.braindump.ch/2009/09/22/wirksamkeit-der-online-therapie-von-depressionen-eine-studie/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 18:08:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Graf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Braindump]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[depression]]></category>
		<category><![CDATA[studie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Abteilung für Psychopathologie und Klinische Interventionen bietet, im Rahmen einer Studie, eine internet-basierende Therapie gegen Depressionen an. Zwar ist das Prinzip nicht neu, doch ist die Zielsetzung der Initianden  nicht das Vermarkten eines Produktes im therapeutischen Bereich sondern die Untersuchung der therapeutischen Beziehung in der internet-basierenden Therapie. Was für Chancen und Risiken bietet diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Abteilung für Psychopathologie und Klinische Interventionen bietet, im Rahmen einer Studie, eine <a href="https://www.uzh.ch/online-psychotherapie/" target="_blank">internet-basierende Therapie</a> gegen Depressionen an. Zwar ist das Prinzip nicht neu, doch ist die Zielsetzung der Initianden  nicht das Vermarkten eines Produktes im therapeutischen Bereich sondern die Untersuchung der therapeutischen Beziehung in der internet-basierenden Therapie.</p>
<p>Was für Chancen und Risiken bietet diese Form der Therapie? Ich habe mir mal die Freiheit genommen einige Gedanken ganz unvoreingenommen, und  ohne die Materie zu kennen, in den Raum zu stellen.</p>
<p><strong>Chancen</strong></p>
<ul>
<li>Effizientere Durchführung der Therapie
<ul>
<li>Der Therapeut hat die Möglichkeit direkt während der Sitzung etwas zu recherchieren.</li>
<li>Nicht nur Notizen, auch der Inhalt der gesamten Sitzung kann nochmals abgerufen werden. Dies erleichtert das Erarbeiten einer Zusammenfassung oder eines Berichtes nach der Sitzung.</li>
</ul>
</li>
<li>Der Verlauf einer Sitzung kann besser Evaluiert werden, was die Qualität der Arbeit erhöht.
<ul>
<li>Inhalte alter Sitzungen können herbeigezogen werden.</li>
</ul>
</li>
<li>An der Sitzung können mehrere Personen parallel teilnehmen. Dies bietet die Möglichkeit zur Gruppentherapie.</li>
<li>Die Anonymität bleibt gewahrt, was vor allem für Patienten mit Traumata anfangs sehr hilfreich ist.</li>
</ul>
<p><strong>Risiken</strong></p>
<ul>
<li> Wichtige sensorische Informationen gehen nicht in die Sitzung ein.
<ul>
<li>Ein Therapeut erkennt beispielsweise eine Lüge nicht mehr.</li>
</ul>
</li>
<li>Wichtige vertrauensbildende Eindrücke bleiben dem Patienten verwehrt.</li>
<li>Patienten, die sich in kritischen Zuständen befinden kann nicht direkt geholfen werden.
<ul>
<li>Beispielsweise ein fürsorgerischer Freiheitsentzug bei Suizidenten.</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>Zwar bringt die internet-basierte Therapie deutliche Vorteile in  der Effizienz des Therapieablaufes seitens des Therapeuten, doch zeigen sich markante Nachteile durch das fehlen fundamentaler sensorischer Eindrücke. Ein wertvolles Hilfsmittel ist die internet-basierte Therapie in Kombination mit einer konservativen Therapie. Oft gibt es Situationen wo zwar eine Reduktion der Anzahl der Sitzungen sinn machen würde ein kurzes Kontrollgespräch jedoch indiziert ist.</p>
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